Der Abflugwinkel des Balls

…nun wäre dies zu leicht um wahr zu sein. So einfach hat uns die Natur die Mechanik nicht gemacht. Denn, beim Golfschwung ist es leider so, dass jeder sinnvolle steilere Eintreffwinkel auch gleichzeitig ein stärkeres Schrägen des Schlägers (leaning shaft s.o.) zur Folge hat.

Da sich Golfbälle aufgrund ihrer Beschaffenheit beim Aufprall des Golfschlägers auf den Ball verformen,

richtet sich der Abflugwinkel des Balles nicht nur nach der Flächenneigung,

sondern auch um ca. 15%-30% nach dem Eintreffwinkel (hier kämen zur Erklärung die Gesetzmäßigkeiten des Elastischen Stoßes zum Zuge)

Ändert man die Schlägerstellung im Treffmoment, wie bereits oben erklärt, ändert man um die gleiche Menge den Schlägerflächenwinkel. Dadurch berührt der Schläger den Ball an einem höher zum Äquator des Balles liegenden Punkt und die Abflugrichtung wird flacher. Trotzdem kann der entstehende Spin gleich bleiben.

Die Wirkung für die Abflugrichtung  des Balles ergibt sich also aus effektiver Schlägerflächenneigung im Treffpunkt und dem Eintreffwinkel.

Die Größe des Spins richtet sich nach dem Unterschied zwischen Wirkungsrichtung der Schlägerfläche beim Treffpunkt und der Wirkungsrichtung des Eintreffwinkels. (Spinloft)

Lesen sie im nächsten Teil über die Reibung der Schlagfläche sowie die Faktoren, die zusätzlich zum Spinloft (s.o) den Spin und somit das Schlagergebnis beeinflussen..