Scope und Flightscope

Das Scope Videosystem mit 85 Bildern/Sek. Der Idealstandard.

Diese kleine weiße Kiste ist wirklich erstaunlich. Man vermutet nicht die Fülle an interessanten Anwendungsmöglichkeiten.

In 2001, war ich einer der ersten in Deutschland, der ein Scope-Videosystem sein Eigen nennen durfte. Es begann eine wunderbare Zeit. Ich konnte meinen Schülern nicht nur erklären und demonstrieren, sondern endlich auch zeigen, was sie taten. Dieses trug maßgeblich zum schnelleren Verständnis bei und fegte jedweden ins Feld geführten Zweifel hinfort.

Man wurde in die Lage versetzt sein Bewegungsgefühl auf den Prüfstand zu stellen. Hierbei traten zum Teil erhebliche Diskrepanzen zwischen angenommener und wirklicher Bewegung auf. Zu gern erinnere ich mich an einige Wetten mit den hartgesottensten, selbstüberzeugtesten Zockern, die selbst nach der, auf dem Bildschirm dargebotenen Erkenntnis noch diverse Male „Überzeugung“ brauchten, um sich von eingefleischten Denkstrukturen zu verabschieden.

Seit jenen Pioniertagen nenne ich mein inzwischen zweites Videosystem auch liebevoll „Beweiskiste“. Nicht nur, weil der Laptopbildschirm in einem Koffer plaziert ist, sondern weil das Gefühl valsch ist, wie inzwischen jeder weiß, der mich jemals besucht hat.

Seit ein paar Jahren gibt es Dopplerradarsysteme. Flightscope Elite ist eins der Top-Geräte zweier Marktführer, die in der Lage sind sämtliche Schwungparameter des anfliegenden Golfschlägers, als auch sämtliche Parameter des Schlags und des Ballfluges exakt zu messen. Das klingt schon ohne genauere Erklärung kompliziert, würde man glauben. Aber wenn man erste Grundinformationen wie z.B. Schwungweg und Schlagfläche versucht zu verstehen, ist es binnen Kürze nicht nur sehr einfach, sondern es ist endlich auch in kurzer Zeit erlernbar.

Denn, bis zur Ära des Flightscopes wusste man nicht, wohin ein Ball startet und wie stark sich Abweichungen des Schwungwegs oder des Treffpunkts auf den Ballflug auswirken. Das konnte auch das beste Videosystem nicht darstellen. Mit dieser nun neu erlangten Information, kann Training völlig neue Dimensionen erreichen. Ein Spieler wird heute direkt nach dem Schlag in die Lage versetzt, seine Schwung- und Ballflugparameter zu sehen und so sein Schwunggefühl mit dem gewünschten Ballflug gleichzuschalten.

In den letzten 24 Monaten haben somit, im Golfclub Oberneuland, diverse Trainingsteilnehmer ein völlig neues Spielniveau erreichen können und ein eigenes, valides Bewertungssystem von Golfschlägen eintrainiert. Sie berichten von gesteigertem Vertrauen, welches mit dieser Verbesserung einhergeht und ihrer stark gesteigerten Spielfreude.

Ich werde in der kommenden Zeit, immer mal wieder, ein bisschen per Kurzessay eintauchen in das Training mit modernen Trainingsmitteln und den möglichen Verwendungsmöglichkeiten gewonnener Schwungdaten.

Vielleicht bekommen Sie ja Geschmack und wollen auch mal probieren. Ich stehe Ihnen dann gern zur Seite und begleite Sie auf Ihrem spannenden Trainingsweg.