Der „Aha-Effekt“

…oder auch, kein Lernen ohne Feedback

Viele kennen diesen wunderbaren sonoren Wohlklang eines optimal getroffenen Balles, den Anblick des dazu passenden Ballfluges, das mitschwingende bestätigende Gefühl „alles richtig“ gemacht zu haben sowie die Komplimente seitens der Mitspieler, die einen sämtliche Fehlschläge vergessen lassen.

Umgekehrt wissen leider nur wenige, was denn passiert ist, wenn der Ball scheppert, knallt oder andere Kakophonien beim Ballkontakt entstehen.

Der moderne golfende Mensch blendet in diesem Falle am liebsten direkt aus, sucht Entschuldigungen gegenüber anderen oder versucht möglichst postwendend durch ein respektableres Resultat erneut zu glänzen. Alles ganz menschlich, jedoch für den motorischen Lernvorgang, welcher zum Besserwerden unerlässlich ist komplett unbrauchbar.

Der Klassiker: „Durch Fehler lernt man“, ist weder falsch noch überholt. Sich seiner eigenen Fehlkontakte bewusst zu werden ist einer der schnellsten Wege der Verbesserung, die jeder ohne Golflehrer vornehmen kann und nach Erlernen permanent zur Verfügung haben wird.

Als Feedbackmittel bietet sich ein Impact-Tape an, oder einfach Okklusionsspray (gibt’s bei mir). Dieses sprüht man auf die Schlagfläche, schlägt und bewertet den Treffpunkt nach dem Schlagen zuerst selbst und vergleicht danach seine Wahrnehmung mit dem entstandenen Abdruck.

Meist ist man zuerst nicht in der Lage korrekte Bewertungen abzugeben. Nicht aufgeben! Bereits nach kurzer Zeit des Trainierens wird die Einschätzungsfähigkeit rapide besser. Dann ist man, aufgrund richtigen Selbstfeedbacks, endlich in die Lage versetzt, sinnvolle Veränderungen vorzunehmen.

Die Feinmotorik des Menschen ist in der Lage, ohne grundlegende Schwungverbesserungen, die eigenen Kontakte auf der Schlagfläche zu zentrieren und führt somit zu einer starken Leistungssteigerung.